28. Juni 2019 - Beiträge - Ausflug - Garten - Autor

Zu Besuch bei Gärtnerei Kiemle in Bissingen

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Am 26.06.2019 waren die Landfrauen Möglingen-Asperg eingeladen, die Gärtnerei Kiemle in Bissingen bei einer interessanten Führung näher kennen zu lernen. An einem heißen, sonnigen Tag fahren wir gemeinsam mit dem Bus nach Bissingen.

Hildegard Mahl liefert uns interessante Einblicke in einen Familienbetrieb, der seit 1925 erfolgreich im Gartenbau tätig ist und heute vielmehr ein zukunftsorientierter Spezialbetrieb für Gemüsekulturen ist.

So erfahren die Landfrauen, wie die Gärtnerei Kiemle Nachhaltigkeit für sich definiert und lebt und wie dadurch die Umwelt geschont wird. Z. B. durch Regenwassersammelbecken und eigener Wasseraufbereitung,  biogasbetriebenen Blockheizkraftwerken und gleichzeitige Nutzung des entstandenen CO2 um die Photosyntheseleistung der Pflanzen zu optimieren.

  In den letzten Jahren hat die nachhaltige Landwirtschaft (sustainable agriculture) immer mehr an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Zahl der Weltbevölkerung. Die Aufgabe der Landwirtschaft war und ist in diesem Kontext die Deckung des zunehmenden Bedarfs an nachwachsenden Ressourcen. (Quelle: nachhaltigkeit.info)

Wir lernen mehr über Pflanzenschutz auf natürliche Art. Hier z.B. der Einsatz von Hummeln, ohne deren wertvolle Bestäubungsarbeit aus den Blüten keine Früchte entstehen würden. Frau Mahl erzählt uns lebhaft vom sogenannten „Hummelbiss“, welcher tatsächlich auf Fotografien von Tomatenblüten ersichtlich wurde.

Der Einsatz von Nützlingen wie Schlupfwespen, Raubmilben und Raubwanzen helfen im Gemüseanbau, den Schädlingen auf natürliche Art und Weise Einhalt zu bieten. Einige Fakten aus dem Vortrag: Die Gärtnerei Kiemle investiert pro Jahr 120.000 € in den biologischen Pflanzenschutz, davon fallen allein 95% auf den Einsatz von Nützlingen. Für den chemischen Pflanzenschutz entfallen lediglich € 21.000.

Zusammenfassend lässt die Führung erkennen wie zukunftsorientiert der Gärtnereibetrieb heute handelt um den Anforderungen der Umwelt, der Wirtschaft und nicht zuletzt der Gesellschaft gerecht zu werden.

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Artikel von Nadine Albrecht


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