10. Juni 2021 - Beiträge - Allgemein - Autor

‚Der insektenfreundliche Garten‘ …und wieder etwas gelernt!

Gruppenfoto_10.06.2021

Die Landfrauen Möglingen-Asperg heißen Martina Rist von der Kreisobstbauberatungsstelle des Landratsamtes Ludwigsburg, auf unserer ‚Zoom‘-Plattform willkommen.

Der Vortrag startet mit einer Reihe interessanter Fakten. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass …

~80% unserer Zier- und Nutzpflanzen auf eine Bestäubung durch Insekten angewiesen sind. Besonders Wildbienen spielen eine bedeutsame Rolle
…für 500g Honig, 2 Millionen Blüten besucht werden müssen.
…im deutschsprachigen Raum fast 800 Bienenarten, 40 Hummelarten, mehr als 550 Wildbienenarten vorkommen

Gemäß NABU beträgt allein der jährliche Marktwert, der durch die Produktion „bestäuberabhängiger“ Kulturpflanzen erzielt wird, bis zu 500 Mrd. EUR.

Jeder Quadratmeter zählt. Die städtischen Grünflächen sowie etliche Hausgärten bieten verschiedensten Insekten zwischenzeitlich mehr Nahrungsquellen als Ackerflächen.

So ermahnt Frau Rist: „Wir alle sind gefragt, Ausreden zählen nicht!“

Auch im urbanen Raum kann jeder einzelne etwas für unsere Insektenpopulation tun. Ein Blumenkasten auf dem Balkon, Ein Blumentopf vor der Tür. Dem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.

Eine zeitlich gestaffelte Blütenfolge kann für eine ausreichende Versorgung von Insekten dienen und gleichzeitig für uns schön anzusehen sein.

Der Vortrag führt uns von Folie zu Folie tiefer in wichtige Details. Wir erfahren welche Hummelarten in Deutschland aktiv sind und vor allem in welchen Monaten. Auch „ungepflegte“ Ecken im Garten sind wichtig. Sie bieten ideale Nistplätze für Wildbienen. Das können Steinhaufen, Totholz, Laubhaufen uvm. sein.

Martina Rist, nimmt uns mit auf eine Reise durch die Pflanzenwelt, Insektenvielfalt und verschiedenster „Pflanzplätze“ in den Städten und auf dem Land.

Fazit: Ausgewogenheit im Zusammenleben mit unseren Insekten heißt das Motto. So können sich Menschen, Insekten und Vögel arrangieren und die Flächen teilen. Auch das von vielen ungeliebte Unkraut dient Insekten als Nahrung. Was spräche z.B. dagegen die Blüten blühen zu lassen, als wichtige Nahrungsquelle. Insektenfreundlich heißt auch Foodsharing. Für alle bleibt etwas übrig!

Artikel von Nadine Albrecht